Ehemaliges Stadttor am Südende der Münchner Altstadt. Benannt nach einem legendären Banditen, der hier im mittleren bis späten 13. Jahrhundert sein Unwesen trieb. Der ursprünglich aus Lingen an der Ems stammende Halunke nahm jedem Kaufmann, der die Stadt in Richtung Süden verlassen wollte, ein Zehntel (daher der zeitgenössische Name “Cent-Linger”) seines Vermögens ab, und verprasste seine Beute anschließend im nahegelegenen Krabblergarten. Das Stadttor wurde bei seiner Errichtung im frühen 14. Jahrhundert auf Anregung des Stadtkämmerers nach dem Vorbild des modernen Steuerwesens benannt.